Der Besuch einer Musikmesse ist für den Studiengang Musikinstrumentenbau nichts Neues, als Aussteller vertreten zu sein hingegen schon. Die Frankfurter Messe, die immer noch bei vielen im Hinterkopf einen festen Platz hat und als Maßstab für vieles zählt, war für uns nur ein einziges Mal ein Podium. Seit ein paar Jahren ist nun Nürnberg mit der „akustika“ zur Bühne des Ausstellens geworden.
Auf der vergleichsweise kleinen, aber qualitativ hochwertigen Messe mit rund 250 Ausstellern entstand schnell eine persönliche Atmosphäre. Diese bot ideale Bedingungen für intensive Gespräche mit Besucher:innen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, von professionellen Musiker:innen über Instrumentenbauer:innen bis hin zu musikinteressierten Laien.
Die „akustika“ überzeugte durch ihre gelungene Mischung aus Konzerten, fachlichem Austausch und persönlichen Netzwerken. Besonders bereichernd war für uns das Wiedersehen mit zahlreichen Alumni, mit denen wir über gemeinsame Erinnerungen ebenso wie über aktuelle Entwicklungen im Instrumentenbau sprechen konnten.
Am Stand selbst konnten Einblicke in die Arbeit des Studiengangs gegeben werden. Ausgestelle Streich- und Zupfinstrumente sowie Informationen zu Ausbildung und Werkstattpraxis ermöglichten es, den facettenreichen Prozess unseres Musikinstrumentenbau-Studiums greifbar zu machen. Für die Studierenden bot sich dabei eine wertvolle Gelegenheit, ihre Arbeiten zu präsentieren, mit Fachpublikum ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte in die Berufswelt zu knüpfen.
Ein weiteres Highlight stellte die Veröffentlichung des neuen Themenportals „Musikwirtschaft“ des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) dar. Unser Professor Dr. Enrico Weller war daran mit dem Beitrag „Musikinstrumentenbau“ beteiligt. Weitere Infos hier: https://miz.org/de/beitraege/musikinstrumentenbau
Für den Studiengang war die Teilnahme an der „akustika“ nicht nur eine Präsentationsplattform, sondern auch eine wertvolle Erfahrung im Hinblick auf Außendarstellung, Vernetzung und fachlichen Austausch. Die Messe hat uns gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog mit der Öffentlichkeit in unserer Branche ist.
„Kommt nächstes Jahr unbedingt wieder“, ermutigte uns ein Mitaussteller beim Abbau, „es ist wichtig, dass es so eine Messe in Deutschland gibt.“
Wir nehmen diesen Zuspruch gern mit und blicken gespannt auf die weitere Entwicklung der einzigen deutschen Gesamtbranchen-Musikmesse.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.