Am 10. Mai 2025 wurde im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen die Sonderausstellung „Namen der Region: 300 Jahre Hammig – 150 Jahre Gebr. Mönnig“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung würdigt zwei traditionsreiche Instrumentenbauer-Dynastien, die das Vogtland maßgeblich geprägt haben.
Die Familien Hammig und Mönnig blicken auf eine lange Geschichte im Saiten- und Holzblasinstrumentenbau zurück – mit weit verzweigten familiären und handwerklichen Verbindungen, die bis nach Wien, Berlin oder in die USA reichen. Die Firma Philipp Hammig ist heute für hochwertige Boehmflöten bekannt, die Gebrüder Mönnig für Oboen, Klarinetten, Fagotte und mehr.
Zur Eröffnung sprachen Vertreter der heutigen Generationen, darunter Philipp Hammig und Veit Schindler. Die Veranstaltung wurde zum berührenden Familientreffen mit Gästen aus ganz Deutschland. Musikalisch begleitet wurde sie von Oboistin Sarah Klinnert und Pianist Matthias Spindler.
Im Zentrum der Ausstellung stehen rund 70 historische Instrumente, ergänzt durch Dokumente, Filme und eine digitale Darstellung der Instrumentenbauer-Stammbäume. Hörstationen ermöglichen ein interaktives Erleben der Exponate.
Die Ausstellung ist Teil des Forschungsprojekts „I-Na-Reg - Identität - Namen - Region", das vom Studiengang Musikinstrumentenbau (der WHZ) sowie der Projektinitiative „WIR! – iMaTech“ initiiert und in enger Kooperation mit dem Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen umgesetzt wird.
„I-Na-Reg“ widmet sich der historischen Bedeutung regionaler Werkstätten, Namen und Marken des vogtländischen Instrumentenbaus. Ziel ist es, deren identitätsstiftende Rolle für die Region herauszuarbeiten und sichtbar zu machen. Die Ausstellung „300 Jahre Hammig – 150 Jahre Gebr. Mönnig“ bildet hierzu einen wichtigen Beitrag.
Die Ausstellung ist noch bis zum 29. März 2026 im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen zu sehen.