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Nachwuchs, Forschung, Tradition: Studiengang Musikinstrumentenbau beteiligt an I-Ma-Tech-Fachtagung:

Bei der Fachtagung „Zukunft Musikinstrumentenbau – Perspektiven aus dem WIR!-Bündnis I-Ma-Tech“, die am 26. und 27. September in der Musikhalle Markneukirchen über 100 Fachgäste aus ganz Deutschland versammelte, war der Studiengang Musikinstrumentenbau der Westsächsischen Hochschule Zwickau mit einem vielseitigen Programm vertreten.

Projekt I-Na-Reg bei ihrem Vortrag (Bild Quellen: F. Philipson-Stöckel)

Professor Hannes Vereecke stellte die internationale „Summerschool Musikinstrumentenbau“ vor, die bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt wurde. Das Format bringt Handwerker:innen aus der Region ebenso wie internationale Nachwuchstalente und Wissenschaftler:innen zusammen. Ziel ist es, die Verbindung zwischen traditioneller Handwerkskunst und aktuellen Forschungsergebnissen zu stärken und damit den Musikinstrumentenbau zukunftsfähig zu machen.

Mit dem Vortrag „Gesucht und Gefunden?“ präsentierte das WHZ-Team zudem das Forschungs- und Transferprojekt „I-Na-Reg“. Es beleuchtet die besonderen Exzellenzvertreter:innen der Region und leistet Vorarbeit für eine Stärkung des geschichtsbasierten Images des Musikinstrumentenbaus in Markneukirchen und im Vogtland. An einem Stand auf der „Projekte-Messe“ konnten interessante historische Instrumente und auch Ergebnisse der Forschung bestaunt werden, zahlreiche Gespräche vermittelten Einblicke in die Arbeit des Projektteams.

Ein weiterer Programmpunkt war die Podiumsdiskussion zur Zukunft des Nachwuchses im Musikinstrumentenbau, an der Prof. Vereecke gemeinsam mit Vertreter:innen aus Handwerk, Wirtschaft, Bildung und Politik teilnahm. Diskutiert wurden drängende Fragen rund um Fachkräftesicherung, Ausbildungsqualität und die Perspektiven junger Talente in einer traditionsreichen, aber von strukturellem Wandel geprägten Branche.

Die enge Verbindung des Studiengangs und der WHZ mit dem Bündnis I-Ma-Tech (Innovative Konzepte für langfristige Sicherung der Material-, Technologie- und Fachkräftebasis für den Musikinstrumentenbau im westsächsischen Vogtland) reicht bereits viele Jahre zurück. Einer der Initiatoren war der inzwischen pensionierte WHZ-Professor Dr. Gunter Ziegenhals. Im Beirat des Bündnisses engagieren sich weitere ehemalige Hochschullehrer, darunter der frühere Rektor der WHZ, Prof. Gunter Krautheim sowie Prof. Eberhard Meinel (Musikalische Akustik). Auch heute tragen drei Fakultäten der WHZ aktiv zu sieben der insgesamt 24 Projekte im Rahmen von I-Ma-Tech bei.

Den Abschluss der Fachtagung bildete eine Stadtführung durch Prof. Enrico Weller (WHZ), Leiter des Projekts „I-Na-Reg“. Vorbei an einigen markanten Orten des Musikinstrumentenbaus in Markneukirchen begleitete er die Teilnehmenden zur Sonderausstellung „Namen der Region – 150 Jahre Mönnig, 300 Jahre Hammig“ im Musikinstrumenten-Museum, die dort als besonderer Meilenstein des Projektes seit Mai zu sehen ist. 

Mit diesen Beiträgen hat der Studiengang Musikinstrumentenbau eindrucksvoll gezeigt, wie Hochschule, Handwerk und Forschung gemeinsam Impulse für die Zukunft der traditionsreichen Instrumentenbauregion setzen können.