Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB/TRR 375, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), finden regelmäßig wissenschaftliche Kolloquien statt. Diese Veranstaltungen sind wesentlicher Bestandteil des Forschungsverbunds, der unter dem Motto „Multifunktionale Hochleistungskomponenten aus hybriden porösen Werkstoffen“ forscht. Charakteristisch für den SFB Transregio ist die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen renommierten Universitäten: der RPTU Kaiserslautern, der Leibniz-Universität Hannover und der TU Darmstadt.
Das Ziel der Kolloquien ist es, Input von Experten zu gewinnen, die nicht direkt an den Projekten beteiligt sind, jedoch ergänzende wissenschaftliche Ansätze liefern können. So wurde beim 13. wissenschaftlichen Kolloquium Prof. Dr.-Ing. Teresa Werner von der Westsächsischen Hochschule Zwickau/ Fakultät Automobil- und Maschinenbau eingeladen, um über die Wechselwirkungen zwischen Messtechnik und Qualitätsmanagement zu sprechen.
Frau Prof. Werner hielt einen Vortrag zur „Bestimmung von relevanten geometrischen Oberflächenkenngrößen zur Absicherung funktionaler Anforderungen“. Dabei stellte sie Methoden aus dem Qualitätsmanagement zur systematischen Informationsgewinnung und Analyse von Fertigungsprozessen vor. Anhand der Fertigung eines Kurbelgehäuses demonstrierte sie eindrucksvoll, wie wichtig fundierte Fachkenntnisse entlang der gesamten Prozesskette sind. Diese Expertise ist wesentlich, um die Spezifikationen eines Produkts präzise zu beschreiben und den Fertigungsprozess anforderungsgerecht zu gestalten.
Der Anwendungsbezug unserer Hochschule erwies sich in diesem Kontext als Vorteil, da wir die Schnittstelle Messtechnik und Qualitätsmanagement nach wie vor in Forschungsprojekten untersuchen. Diese kollegiale Veranstaltung bietet eine ideale Plattform für den Austausch über innovative Methoden und Techniken zwischen den beteiligten Instituten für Werkstoffkunde, Fertigung, Konstruktion und Messtechnik.
Wir sind stolz, dass unsere Wissenschaftler einer Fachhochschule eingeladen werden, um etwas für Sonderforschungsbereiche an großen Unis beizutragen. Das zeigt, wie wertig und fachlich anspruchsvoll unsere Lehre und Forschung ist.