Am 18. November 2025 durfte die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) eine hochkarätige Delegation der International Higher School for Medicine (IHSM) aus der Kirgisischen Republik begrüßen. Prof. Stalbek Akhunbaev (Rektor), Prof. Asel Usenova (Vize-Rektorin für akademische Angelegenheiten) und Dr. Aliia Bazhanova (Dekan der Postgraduiertenstudien) wurden von Prof. Stephan Kassel (Rektor der WHZ), Prof. Schaal (Dekan der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften) und Betina Sedlaczek (Leiterin International Office) zu einem inspirierenden Austausch empfangen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der bestehenden Kooperation und die ambitionierte Planung eines Double-Degree-Masterprogramms „Healthcare Management“. Gerade unter Berücksichtigung der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fortbestehenden Strukturen des Semashko-Systems im kirgisischen Gesundheitswesen eröffnet dieser neue Masterstudiengang einzigartige Perspektiven. Während das Semashko-Modell lange zentrale Elemente wie staatlich gelenkte Versorgung und Hierarchien dominierte, verlangt die Gegenwart innovative Führungskräfte mit internationaler Expertise und modernen Managementmethoden. Genau darauf antwortet das geplante Programm, indem es zukünftigen Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen vermittelt, die den Wandel aktiv gestalten und das Gesundheitswesen in Kirgisistan auf ein neues Niveau heben können.Ergänzend zur akademischen Zusammenarbeit folgte die Delegation der Einladung von Toralf Hetze (Schulleiter der DRK Akademie Sachsen | Campus Chemnitz) zu einem praxisnahen Meeting am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein. Eindrucksvolle Einblicke in die Intensivstation, Notaufnahme und weitere Bereiche der klinischen Versorgung vertieften die Diskussionen und gaben wertvolle Impulse für innovative Konzepte in der Pflegeausbildung.
Dieser Besuch steht beispielhaft für die Kraft internationaler Partnerschaften, um Bildung, Praxis und zukunftsorientiertes Gesundheitsmanagement miteinander zu verbinden. Die WHZ und die IHSM setzen damit ein deutliches Zeichen: Durch Expertise, Dialog und Offenheit entsteht eine neue Generation von Führungskräften, die auf die globalen Herausforderungen im Gesundheitswesen – und ganz besonders auf die Transformation post-sowjetischer Strukturen – nicht nur reagieren, sondern diese aktiv und verantwortlich gestalten.
Ansprechpartner
Prof. Dr. rer. medic. Tom Schaal
Dekan Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften