12 Unternehmen nutzten die hybride Veranstaltung, um sich gemeinsam mit Wissenschaftlern intensiv über aktuelle Entwicklungen, Anwendungen und Herausforderungen der kryogenen Zerspanung mit CO₂ auszutauschen.
Im Mittelpunkt stand der praxisnahe Dialog zwischen Forschung und industrieller Anwendung. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und diskutierten, wie sich CO₂ als Kühl- und Reinigungsmedium effizient, sicher und nachhaltig in der spanenden Fertigung einsetzen lässt. Dabei zeigte sich deutlich: Kryogene Zerspanungsprozesse bieten nicht nur technologische Vorteile, sondern eröffnen auch neue Wege zu ressourceneffizienten, sauberen und zukunftsfähigen Produktionsverfahren.
Zentrale Inhalte des Workshops waren aktuelle Forschungsarbeiten am FTZ und an der WHZ. Ein Schwerpunkt lag auf dem sicheren Betreiben von Werkzeugmaschinen beim Einsatz kryogener CO₂-Kühlung. Vorgestellt wurden Konzepte, mit denen der sichere Maschinenbetrieb durch den Einsatz geeigneter Sicherheitssensoren nachgewiesen und überwacht werden kann.
Ein weiteres Thema war das Potenzial der kryogenen Kühlung für die Komplettfertigung und Bauteilsauberkeit von Medizinalbauteilen. Anhand konkreter Ansätze wurde gezeigt, wie eine trockene, rückstandsfreie Zerspanung dazu beitragen kann, Reinigungsaufwände deutlich zu reduzieren oder vollständig zu vermeiden – ein entscheidender Vorteil für sensible Anwendungen im Medizinbereich.
Weitere Forschungsthemen im Workshop waren u.a.:
- Industrietaugliche Hardware-Lösungen zur Umsetzung der kryogenen CO2-Kühlung
- Nachhaltige Konzepte bei der kryogenen Zerspanung durch CO₂-Rückgewinnung oder Nutzung biogener CO2-Quellen
Neben den Fachvorträgen bot ein Rundgang in der Laborhalle der WHZ die Möglichkeit, die vorgestellten Technologien direkt vor Ort zu erleben. Eine anschließende Führung durch das Horch-Museum Zwickau sowie ein gemeinsames Abendessen rundeten den Veranstaltungstag ab und schufen Raum für vertiefte Gespräche, Erfahrungsaustausch und neue Kooperationen.
Weiterführende Infos zum Arbeitskreis
Der Industriearbeitskreis „Zerspanen mit CO₂“ beschäftigt sich seit 2015 mit dem Einsatz von Kohlenstoffdioxid als Kühlmedium in der spanenden Fertigung. Die kryogene Kühlung senkt die Temperatur in der Spanbildungszone, reduziert den Werkzeugverschleiß und ermöglicht höhere Standzeiten sowie effizientere Fertigungsprozesse. Ziel des Arbeitskreises ist es, offene technische, sicherheitsrelevante und wirtschaftliche Fragestellungen zu klären und die industrielle Anwendung dieser Technologie voranzubringen. Dafür bringt der Arbeitskreis Industrie und Wissenschaft in einem kontinuierlichen, praxisnahen Austausch zusammen.
Teilnehmende Unternehmen:
- acp systems AG
- Eggers Components GmbH
- GTW-Dr. Gebert Technologie und Wälzlager GmbH
- Haimer GmbH
- KENNAMETAL Shared Services GmbH
- KNOLL Maschinenbau GmbH
- OTT-JAKOB Spanntechnik GmbH
- REGO-FIX AG
- Rhenus Lub GmbH & Co. KG
- Schaeffler Technologies AG & Co. KG
- Spindel- und Lagerungstechnik Fraureuth GmbH
- WFL Millturn Technologies GmbH & Co. KG