Mehr als 60 Teilnehmende aus 15 Ländern fanden trotz der extremen Wetterbedingungen ihren Weg nach Zwickau, um sich über aktuelle Fragen und Herausforderungen der Übertragung von Liedern in andere Sprach- und Kulturräume auszutauschen und über neue methodische Ansätze des Forschungsbereichs zu diskutieren. Im Rahmen der Vorträge wurden unter anderem Strategien des Übersetzens in Dialektvarietäten, häufig mit dem Ziel einer parodischen Verfremdung, oder Möglichkeiten des Umgehens politischer Zensur durch den Sprachwechsel vorgestellt. Das wissenschaftliche Programm wurde durch ein von Organisatoren und Teilnehmern veranstaltetes Konzert im Zwickauer Robert-Schumann-Haus abgerundet.
Vielfalt der Sprachen und Genres inspirierend
„Die Vielfalt der musikalischen Genres und beteiligten Sprachen war sehr inspirierend, die Diskussionen von einer sehr offenen und freundlichen Atmosphäre geprägt“, berichtet Prof. Nadine Rentel. Die WHZ-Professorin hat die Tagung gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Université Polytechnique Hauts-de-France (Prof. Schwerter), der Université Paris Est-Créteil (Dr. Jean-Charles Meunier) und von der Université de Lorraine in Metz (Prof. Marc Lacheny) organisiert. Gefördert wurde die Tagung von der Deutsch-Französischen Hochschule.