Die Initiative „Digitale Schule Sachsen“, welche vom Sächsischen Ministerium für Kultus initiiert wurde, hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf die Herausforderungen einer immer stärker digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten. Um in das Schulnetzwerk aufgenommen zu werden, müssen die Schulen nachweisen, dass sie über den regulären Unterricht hinaus informatische und medienbildende Angebote in den Schulalltag integrieren. Besonderer Wert wird dabei auf die Förderung von Mädchen und jungen Frauen gelegt, um ihr Interesse für Berufe in der Informatik und verwandten Bereichen zu wecken und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Neben der Westsächsischen Hochschule Zwickau ist die Hochschule Zittau/Görlitz und die Universität Leipzig Teil des Koordinierungsverbundes, der den Austausch der Bildungseinrichtungen vorantreiben und die Weiterentwicklung digitaler Vorhaben unterstützen soll.
Unter den ausgezeichneten Schulen befanden sich 15 Einrichtungen aus dem Raum Westsachsen. Weitere 14 westsächsische Schulen des Netzwerks konnten sich bereits in einer vorherigen Auswahlrunde durchsetzen und dürfen ebenfalls den Titel „Digitale Schule Sachsen“ für sich beanspruchen. Diese Schulen werden durch Mitarbeitende der Fachgruppe Informatik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau beim Ausbau und der Verstetigung ihrer digitalen Angebote begleitet. Prof. Dr. Frank Grimm, Projektleiter der Netzwerkkoordination Westsachsen, der in seiner Laudatio die prämierten Schulen ehrte, meinte im Anschluss an die Auszeichnungsveranstaltung: „Das Engagement der Schulen, eine Kultur der Digitalität zu etablieren und damit junge Menschen auf die Berufswelt oder eine Ausbildung im informatischen Bereich vorzubereiten, hat mich begeistert. Während des offenen Austauschs der Veranstaltung wurde mir noch einmal bewusst, dass die Schulen diese Auszeichnung nicht nur als Ehrung, sondern auch als Aufgabe verstehen, die Digitalisierung an Bildungseinrichtungen voranzutreiben, Vorbild für Andere zu sein und ihr Wissen weiterzugeben. Ich freue mich, dass wir als Westsächsische Hochschule Zwickau und Fachgruppe Informatik diesen Weg mit unterstützen dürfen.“
Einer der Preisträger ist das Berufliche Schulzentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ aus Freiberg. Es konnte im Auswahlprozess unter anderem mit seinem „StartGREEN“-Projekt überzeugen. Bei diesem Vorhaben entwickelten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften ein Gewächshaus samt Roboter zur automatisierten Pflege von Pflanzen. Auch die Freie Schule Erzgebirgsblick in Gelenau beeindruckte mit ihrem innovativen Einsatz von Virtual Reality im Geschichtsunterricht, wodurch historische Ereignisse für die Lernenden lebendig und greifbar gemacht werden.
Die Schulnetzwerkkoordination der Region Westsachsen stellt den Schulen neben Weiterbildungs- und Netzwerkformaten sowie individueller Beratung in Digitalisierungsfragen bei Bedarf auch Informationen zu den Angeboten der Westsächsischen Hochschule zur Verfügung. Sie ergänzt damit die Maßnahmen der Schularbeit und unterstützt die Hochschule bei der Studienwerbung.
Ansprechpartner der Netzwerkkoordination an der WHZ:
Melanie Merkel und Dr. Martin Sterzel