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Vámonos a Barcelona – Studienreise 2026

Im April 2026 durften wir als Studiengruppe des Zweites LBA iberoromanischer Kulturraum zu einer Studienreise in, wie wir finden, eine der schönsten Städte Spaniens aufbrechen.

Fotos: WHZ/ Alena Schulz

Nach dem anfänglichen Reisestress landeten wir alle wohlbehalten am Ostersonntag in Barcelona und wurden von bestem Wetter begrüßt.  
Nachdem wir uns in unseren Unterkünften eingerichtet hatten, nutzen wir den Montag, um die Stadt vorerst auf eigene Faust zu erkunden. Ab Dienstag würden wir täglich verschiedene Stadtteile besuchen. Dafür hatten wir uns im Voraus in Gruppen aufgeteilt und Führungen für die jeweiligen Stationen vorbereitet. Für viele von uns war es das erste Mal, dass wir in Barcelona waren und so hatte die Stadt es leicht, uns für sich zu begeistern. Die folgenden Tage trugen nur noch dazu bei. 
 
Gestartet sind wir am Dienstag im Stadtteil El Raval, einem historischen Viertel in der Altstadt von Barcelona, die einen bemerkenswerten Wandel durchlaufen hat. Unserer Dozentin, Frau Gracia-Wagner, die in Barcelona aufgewachsen ist, konnte uns viele spannende Einblicke in die Stadtgeschichte geben. So erfuhren wir, dass El Raval früher zunächst ein dicht besiedeltes Arbeiterviertel war, später als Rotlichtmilieu („Barri Xino“) galt und lange Zeit von Kriminalität geprägt war. Heute hingegen zeigt es sich als künstlerisches und multikulturelles Viertel.  Von der berühmten Einkaufsstraße La Rambla konnten wir jedoch während unseres Aufenthaltes leider nicht viel sehen, da derzeit viele Bauarbeiten stattfanden. 
Davon ließen wir uns aber nicht aufhalten. Zuerst besuchten wir El Mercat de la Boqueria. 
Dies ist Barcelonas berühmteste Markthalle, direkt an der Rambla. Mit ihrer über 100 Jahre alten Eisenkonstruktion und der riesigen Auswahl an frischen, farbenfrohen Lebensmitteln wie Obst, Fisch, Fleisch und Gewürzen, ist der Mercat ein lebhafter, wenn auch teils sehr touristischer Ort. Wir nutzten die Gelegenheit und aßen dort leckere Paella. ¡Qué aproveche! 
Anschließend durften wir in diesem Stadtteil den Palau Güell besuchen, einen Palast, den der katalanische Architekt Antoni Gaudí im späten 19. Jahrhundert für die Familie des erfolgreichen Kaufmannes Güell entworfen hatte. Der katalanische Architekt Antoni Gaudí ist heute weltweit für seinen einzigartigen Stil, geprägt von organischen Formen, Naturformen, leuchtenden Farben und Keramikmosaiken bekannt. 
Dabei integrierte er Kunsthandwerk wie Keramik, Glasmalerei und Schmiedeeisen. Dies vor Ort an der kreativen, ausgefallenen Inneneinrichtung des Palau, und dessen Dach mit bunten Schornsteinen zu sehen, war für uns sehr eindrucksvoll.  
Nach der Palastbesichtigung erkundeten wir am Nachmittag anschließend das historischste Stadtviertel Barcelonas – El Gótico. Hier finden sich romanische Bauwerke, gotische Kirchen und königliche Paläste, so wie Ruinen der alten Stadt Barcino. Diese war die erste römische Siedlung in der 
Region und ist der Ursprung für das heutige Barcelona. Neben den Ruinen, die sowohl über der Erde als auch als Ausgrabungen unter der Erdoberfläche zu betrachten sind, ist die Catedral de Barcelona ein beachtliches Bauwerk. Die Kathedrale ist neben der Sagrada Família die bedeutendste Kirche in Barcelona.  
Die Möglichkeit, die Sagrada Família von außen zu bestaunen, bot sich uns direkt am folgenden Dienstagvormittag. Die Sagrada Família ist Gaudís größtes und bekanntestes Bauwerk. Wir sind sehr gespannt, wann sie vollendet werden wird! Leider konnten wir die Kathedrale nicht von innen ansehen, aber auch von außen war sie sehr beeindruckend.  
Bevor wir anschließend Mittagessen gingen, waren wir erneut auf den Spuren Gaudís unterwegs und besuchten das Casa Batlló, welches aufgrund seiner aufwendigen Fassade auch als „Haus der Knochen“ (Casa dels Ossos) oder „Haus des Drachen“ betitelt wird. Auch hier konnten wir Gaudís kreative Architekturkünste mit einer interaktiven Führung betrachten. 
Anschließend gab es für uns typisch spanische Tapas beim Park Güell zum Mittag. 
Während danach ein Teil der Gruppe den Park Güell von innen besichtigte, erkundete der Rest die Umgebung. Unsere Freizeit nutzten wir anschließend beispielsweise zum Shoppen oder für einen Ausflug an den playa. 
 
Am Donnerstagvormittag erwartete uns ein weiteres Highlight unserer Reise – eine Werksführung mit anschließender Sektverkostung bei Freixenet. Man kann mit Sicherheit sagen, dass uns dieses Erlebnis noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird.  
Der Freitag war dann auch schon unser letzter gemeinsamer Tag in Barcelona. Wir nutzten ihn, um das historische Kunststadtviertel El Born mit seinen engen Gassen und dem dortigen Picasso-Museum zu erkunden. Besonders schön ist hier der Parc de la Ciutadella. 
Den Abschluss unserer gemeinsamen Zeit bildete ein letztes gemeinsames Mittagessen in einer bocatería (einem spanischen Brötchenladen) im El Born. Dieser traf mehr oder weniger unseren Geschmack. War aber sicherlich eine Erfahrung. Danach heißt es leider auch schon, von den ersten Abschied zu nehmen und zurück nach Deutschland zu reisen.  
Neben all den kulturellen Programmpunkten hatten wir in Barcelona viel Zeit, um als Gruppe enger zusammenzuwachsen und zahlreiche schöne Erinnerungen zu sammeln. Auch im Spanischen konnten wir sprachlich dazulernen – ob beim Bestellen von Essen und Getränken, in den tiendas oder bei Konversationen auf der Straße. 
 
Im Großen und Ganzen war diese Reise ein voller Erfolg. Eine positive Überraschung war es, wie gut es uns gefiel, uns die Orte gegenseitig vorzustellen, zu denen wir vor der Reise recherchiert hatten.  
Abschließend kann man sagen, dass wir alle dankbar sind, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen! Ein besonderer Dank gilt nun deshalb noch einmal unserem Dekan Herrn Dr. Johnen, unserer Dozentin und Reiseführerin Frau Gracia-Wagner sowie allen anderen, die diese Reise ermöglicht und bereichert haben.  
¡Muchísimas gracias por todo!     
    ➔ Link für Instagram: @whz_sprachen