Das eSports-Team WireHeadZ des GAMeS Hub der Westsächsischen Hochschule Zwickau war vom 20. bis 24. April 2026 zu Gast an der Kajaani University of Applied Sciences in Finnland. Die Reise fand im Rahmen eines Erasmus+-geförderten Blended Intensive Programms statt und verband digitale Vorbereitung mit einer gemeinsamen Präsenzwoche vor Ort.
Im Mittelpunkt standen der internationale studentische Austausch, fachliche Impulse zu eSports, Gamification und Hochschulentwicklung sowie die Vernetzung mit Partnerhochschulen aus Finnland, Tschechien und Belgien. Workshops, Lectures, Networking-Formate und ein gemeinsames eSports-Turnier machten eSports dabei nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als Lern-, Praxis- und Begegnungsraum im Hochschulkontext erfahrbar.
Für die teilnehmenden Studierenden bot die Woche die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu Studierenden und Lehrenden anderer europäischer Hochschulen aufzubauen. Gleichzeitig gewannen sie neue Perspektiven auf Teamorganisation, digitale Kommunikation und projektbezogenes Arbeiten im eSports-Umfeld.
„Für uns war die Woche in Finnland eine besondere Erfahrung“, sagt Amon Richter. „Wir konnten sehen, wie eSports an einer anderen Hochschule organisiert wird, haben internationale Kontakte geknüpft und viele Ideen mitgenommen, wie man studentisches Engagement, Turniere und Campusleben in Zwickau noch stärker miteinander verbinden kann.“
Die Kajaani University of Applied Sciences gilt für die WHZ als besonders interessanter Partner, da sie mit dem englischsprachigen Studiengang „Esports Business“ eSports nicht nur sportlich, sondern auch aus Perspektive von Business Operations, digitalem Marketing, Eventmanagement und internationaler Zusammenarbeit betrachtet. Das studentisch geprägte Format KAMK.GG zeigt zudem, wie eSports in Finnland als Teil des Campuslebens organisiert wird – unter anderem durch Amateurturniere, Bildungsangebote und lokale Events.
„Die Woche in Kajaani hat gezeigt, welches Potenzial in eSports und Gamification für Hochschulen, Studierende und Praxispartner liegt. Es geht nicht nur um Gaming, sondern um internationale Zusammenarbeit, digitale Kompetenzen, Teamprozesse und neue Formen des Lernens“, erklärt V.-Prof. Dr. Manuela Sachse, Studiengangsleiterin des neuen Bachelorstudiengangs „Kommunikation und Soziale Medien“. „Für die WHZ und das GAMeS Hub ist der Austausch mit Finnland deshalb ein wichtiger Impuls für Forschung, Lehre und Transfer in die regionale Wirtschaft.“
Die Erfahrungen aus Kajaani knüpfen unmittelbar an aktuelle Entwicklungen in Lehre und Studiengangentwicklung an der WHZ an. Der neue Bachelorstudiengang „Kommunikation und Soziale Medien“ startet erstmals zum Wintersemester 2026/27 an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften. Die Einschreibung ist bereits möglich. Der Studiengang verbindet strategische Planung und Steuerung von Medien- und Kommunikationsprojekten mit kreativer Medien- und Content-Produktion, strategischer Kommunikation sowie modernen Medientechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality und Augmented Reality. Individuelle Vertiefungen sind unter anderem in den Bereichen Gamification und eSports möglich.
Mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit eröffnet der Aufenthalt in Kajaani neue Perspektiven für internationale Projekte zwischen der WHZ und ihren europäischen Partnerhochschulen. Gleichzeitig sucht das GAMeS Hub Unternehmen und Praxispartner, die Interesse an Kooperationen in den Bereichen digitale Transformation, Weiterbildung, Fachkräftegewinnung oder innovative Kommunikations- und Schulungsformate haben.