Pressemitteilung

Revomotive: Fahrzeugklassiker neu gedacht

Studierendenteams der WHZ erarbeiten zukunftsorientierte Fahrzeugkonzepte im Retro-Design.

Zwei Studierende schauen konzentriert auf ein Fahrzeugmodell vor sich auf dem Arbeitstisch.
Studierende während des Arbeitsprozesses zum fertigen Farhzeugmodell(Foto: WHZ/ Laass)
Drei Fahrzeugmodelle aus Industrieknete stehen hintereinander aufgereit da.
Die finalen Fahrzeugmodelle aus Clay (Industrie-Plastilin) können sich sehen lassen!(Foto: WHZ/Laass)
Ein realistisches Bild von Auto in dunkelgrüner Farbe vo einem grauen Gebäude.
Das mit KI generierte Modell zum modernen Design des Sunbeam Tiger ist ein echter Hingucker.(Foto: WHZ/ Kaufmann, Pilz, Perthel-generiert mit KI)

Dass das Studium an der Westsächsischen Hochschule (WHZ) nicht nur von grauer Theorie geprägt ist, ist schon längst bekannt. Doch dass selbst in einem auf den ersten Blick rein technisch geprägten Studiengang wie der Kraftfahrzeugtechnik ein beachtliches Maß an Kreativität entfaltet und gelebt werden kann, mag durchaus überraschen.

Interdisziplinäre Projektarbeit mit klassischem Charme

Drei Studierendenteams aus unterschiedlichen Vertiefungen widmeten sich fächerüber-greifend dem Gesamtprojekt mit dem Titel „Revomotive“ unter der Leitfrage: „Wie lässt sich der Geist einer automobilen Ikone bewahren und zugleich qualifizieren für aktuelle Anforderungen des Marktes?“ Dafür haben die Teams aus drei Rubriken Fahrzeuge ausgewählt und diese neu gedacht. Diese waren der Citroen 2CV, die ikonische „Ente“, im Bereich Kleinwagen, der aus der DDR bestens bekannte Barkas B1000 im Bereich der Kleintransporter und der britische Roadster Sunbeam Tiger in der Rubrik Sportwagen/ Coupé. Jedes Modell wurde im Maßstab 1 zu 8 von den Teams gefertigt.

Aktuell steht die europäische Automobilindustrie vor großen Herausforderungen. Verschärfter Wettbewerb, neue Zölle und der zunehmende Einfluss internationaler Märkte sind nur einige Beispiele. „In Zeiten des Umbruchs richtet sich bewusst der Blick auf bewährte Klassiker als Inspirationsquelle für innovative, zukunftsfähige Mobilitätskonzepte“, so Prof. Kristin Laass, Professorin für Fahrzeugdesign.

Realitätsnaher Arbeitsprozess

Die Studierenden setzten in Ansätzen den Design-Technik-Konvergenzprozess im Rahmen der Projektarbeit um, von der Analyse der Ausgangsfahrzeuge über Zieldefinition und Lastenheft bis hin zur Umsetzung eines eigenständigen Fahrzeugentwurfs. Neben gestalterischer Kompetenz war technisches Wissen auf dem Gebiet der Gesamtfahrzeugentwicklung gefragt, wie Ergonomie und Fahrzeug-Package.

Mithilfe generativer KI wurden Designansätze visualisiert und weiterentwickelt. Anschließend entstanden in Handarbeit Fahrzeugmodelle aus Clay (Industrie-Plastilin), ergänzt durch 3D-gedruckte Komponenten mittels modernster Rapid-Prototyping-Technologie. 

Praxisnaher kann eine Projektarbeit kaum sein. So werden die Studierenden bereits früh für die Praxis sensibilisiert und die interdisziplinären Gegebenheiten der Wirtschaft, inklusive internationaler Zulassungsvorschriften, anschaulich in den Lehrveranstaltungen verankert.

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