Technik trifft Geschichte: Die Challenge-Kategorie
Acht „Challenge“-Teams (9 bis 16 Jahre) stellten sich dem anspruchsvollen Vierkampf aus Robot-Game, Roboterdesign, Forschungsprojekt und Grundwerten.
Von den verschiedenen Forschungspräsentationen zeigte sich Juror Benny Gottschalk sehr begeistert: „Die Qualität der Vorträge hat sich in den letzten Jahren enorm gesteigert.“ Das Gewinnerteam konnte mit einer selbst programmierten Website zur Sicherung von Fundstellen historischer Gegenstände und Orte alle Juroren überzeugen: Die YoungBrickCoders der Oberschule Leubnitz erhielten den Pokal in der Kategorie Forschung. Auch in der Kategorie Robot-Design haben alle Teams sehr gute Leistungen gezeigt. Von einem Team war Juror Prof. Hellbach aber besonders angetan. „Sie haben sich einen Schritt weiter getraut und selbst in Phyton programmiert.“ Das Team REP-Educators des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums nahm den Pokal in dieser Kategorie mit nach Hause.
Mit dem Pokal in der Kategorie Grundwerte wird das Team ausgezeichnet, das den Wettbewerbsgedanken am vorbildlichsten verkörpert. Hier zählen nicht technische Höchstleistungen, sondern vor allem echter Sportsgeist, der respektvolle Umgang innerhalb der Gruppe sowie die gegenseitige Unterstützung der Teams untereinander. Das Team Fanta 61 der Elstertalschule Greiz erhielt diesen Preis. In den spannenden Läufen des Robot-Games zeigten die Jugendlichen, wie ihre selbst programmierten Roboter komplexe Missionen, wie das Bergen von Artefakten oder das Erkunden von Ausgrabungsstätten, völlig autonom bewältigen können. Die meisten Punkte und damit den Sieg, räumte das Team WALL-E-BOTS aus Neustadt an der Orla ab.
Neben den Teams stehen in einer Kategorie die Coaches im Vordergrund, welche die Schülerinnen und Schüler seit der Veröffentlichung der Aufgaben im August begleitet haben. In diesem Jahr wurde erstmals ein Coach-Team geehrt, das zusammen zwei Teams des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums betreut: Ruth Fiedler, Luke Wolf und Lilli Kalamorz.
Zum diesjährigen FLL-Champion wurden die Robymotten aus Crimmitschau gekürt. Der Gesamtsieg basiert auf dem offiziellen Bewertungssystem der FIRST LEGO League, bei dem die Leistungen aller vier Einzeldisziplinen zu einer Gesamtwertung verrechnet werden. Das Team aus Crimmitschau sicherte sich den Titel durch seine beeindruckende Vielseitigkeit. Auch ohne einen der Kategorien-Pokale überzeugten sie in der Summe aller Bereiche mit der höchsten Punktzahl des Tages und bewiesen damit das stimmigste Gesamtpaket des Wettbewerbs.
Nun heißt es Daumen drücken für das Halbfinale in Wildau am 28.02.2026. „Wir wünschen dem Team viel Erfolg und hoffen, sie im Finale in Leipzig wiederzutreffen!“, so Susan Bergelt, die Organisatorin des Wettbewerbs.
Kreative Einblicke bei den Explore-Teams
Parallel begeisterten fünf „Explore“-Teams (6 bis 10 Jahre) die Jury und die Zuschauer. Die jüngsten Teilnehmenden hatten über Monate an motorisierten LEGO-Modellen gebaut und Forschungsposter erstellt, um ihre Ideen zur Erforschung der Vergangenheit zu präsentieren. Da bei den jungen Entdeckern das gemeinsame Lernen im Vordergrund steht, wurden alle fünf Teams für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet. Sie bewiesen eindrucksvoll, dass die Begeisterung für Technik und Geschichte in der Region Zwickau bereits bei den Jüngsten beginnt.
Das Team „Drachenwandel“ der DPFA-Regenbogen-Grundschule Zwickau erhielt eine Auszeichnung für „Abenteuer, Epochen und fleißige Baukunst“. Das von der gleichen Schule angetretene Team „Auf den Spuren der Zeit“ wurde mit der Auszeichnung „Vulkanausbruch der Details“ geehrt. Die „Schwarzen Engel“ der Freien Gemeinschaftsschule Greiz wurden ausgezeichnet für „Die Drehtür zur gemeinsamen Entdeckerarbeit“. Mit dem Titel „Teamwork im Höhenflug“ wurden die „6 Lego-Masters“ der Grundschule Schöneck prämiert. Die „futurum kids“ der evangelischen Montessori Grundschule aus Limbach im Vogtland erhielten die Auszeichnung „Stein der Götter – Grundlagenforschung mit Wikinger-Teamwork“.