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TransUrban: Wie intelligente Ampeln den Stadtverkehr neu denken

V2X ‑ basierte Verkehrs- und Netzoptimierung

KI generiertes Bild zum Projekt TransUrban - V2X basierte Verkehrs- und Netzoptimierung
V2X- basierte Verkehrs- und Netzoptimierung (Foto: WHZ/KI generiert)
Im "Forum Mobile" wurde eine Vortschritts-Besprechung zum Projekt durchgeführt.
Projekt Vortschritts-Beschprechung (Foto: WHZ/T.Tichy)
Ein Probant sitzt im dynamischen Fahrsimulator und fährt eine Simulation.
Dynamischer Fahrsimulator (Foto: WHZ/F.Rudolph)

Wie lassen sich Verkehrsfluss und Klimaschutz in unseren Städten intelligent miteinander verbinden? Mit dem Forschungsprojekt TransUrban – Traffic Adaptive Network Control for Sustainable Urban Mobility arbeitet das Institut für Energie und Verkehr der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik an genau dieser Zukunftsfrage.

Ziel des Projekts ist es, den urbanen Verkehr durch ein netzadaptives Steuerungssystem für Lichtsignalanlagen (LSA) grundlegend zu optimieren. Im Fokus stehen dabei die Reduktion von Emissionen, die Verbesserung des Verkehrsflusses sowie eine effizientere Nutzung bestehender Infrastrukturen.

Ein zentrales Element bildet die Integration neuer Datenquellen aus der Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur (V2X / C-ITS). Durch kooperative, intelligente Verkehrssysteme entsteht eine dynamische, datengetriebene Grundlage für adaptive Steuerungsentscheidungen – Ampeln reagieren künftig nicht mehr nur auf Induktionsschleifen, sondern auf das tatsächliche Verkehrsgeschehen im gesamten Netz, indem sie direkt mit den Fahrzeugen kommunizieren. Wie wird sich der Verkehr ändern, wenn wir schon lange vor der Ampel wissen, wie sie schalten wird?

Projektfortschritte

Phase 1: Markt- und Datenanalyse zu LSA und C-ITS
Die erste Projektphase wurde erfolgreich abgeschlossen: Umfangreiche systematische Literaturrecherche; Durchführung von Experteninterviews mit über 20 führenden Fachleuten aus den Bereichen LSA und C-ITS

Damit wurde eine fundierte Basis für die weitere algorithmische Entwicklung geschaffen.

Phase 2: Identifikation und Entwicklung von Steuerungsalgorithmen
Aktuell befindet sich das Projekt in der zweiten Phase: Aufbau einer detaillierten mikroskopischen Verkehrsflusssimulation als digitaler Zwilling eines urbanen Verkehrsnetzes; Vorbereitung der Implementierung erster adaptiver Steuerungsalgorithmen

Der digitale Zwilling ermöglicht es, neue Strategien realitätsnah zu testen, bevor sie perspektivisch in die Praxis übertragen werden.

„Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes“.