Band 11 der von Professorin Ines Busch-Lauer herausgegebenen Reihe „Studien zu Fach, Sprache und Kultur“ vereint 14 Beiträge, die von insgesamt 20 renommierten deutschen, österreichischen und ukrainischen Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Germanistik, Literatur- sowie Übersetzungswissenschaft und Kulturstudien verfasst wurden. Die Beiträge thematisieren nicht nur die historische Entwicklung der ukrainischen Sprache als Amtssprache, als Schul- und Bildungssprache sowie als Sprache der Literatur, sondern nehmen auch die sprachpolitischen Veränderungen dieser Sprache unter dem Einfluss des Kriegssituation in den Blick und welche Konsequenzen sich daraus aktuell für die Gesellschaft ergeben. Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes ist Aspekten der Sprachvermittlung des Ukrainischen in der schulischen Ausbildung gewidmet, da sich seit Beginn des Angriffskrieges und der dadurch ausgelösten Fluchtbewegungen auch Fragen schulischer Mehrsprachigkeitskonzepte der aufnehmenden Länder ergeben haben, die es auch mit Blick auf den weiteren Sprachgebrauch und die Identität insbesondere von ukrainischen Kindern und Jugendlichen zu beachten gilt.
Das mit Beiträgen in Ukrainisch, Deutsch und Englisch verfasste Buch adressiert sowohl sprachwissenschaftlich Forschende und Studierende als auch einen Leserkreis, der an der Entwicklung und Emanzipation dieser klangvollen Sprache interessiert ist.
Die gemeinsam von den Professorinnen Liliia Bezugla und Tetyana Kovalova (beide Charkiv, Jena) sowie Mariia Ivanytska (Kyjiv, Tübingen) und Prof. Busch-Lauer gestaltete Buchvorstellung zur Leipziger Buchmesse hat klar gezeigt, wie aus einer vor einem Jahr geborenen Idee und unter oft schwierigen Bedingungen der Beteiligten eine äußerst wertvolle Ressource für die weitere linguistische Forschung und Lehre entstehen kann. Die Veranstaltung zur Buchmesse unterstrich die Bedeutung der solidarischen Kooperation zwischen unserer Fakultät Angewandte Sprachen, insbesondere der Fachgruppe Fachbezogene Sprachausbildung, mit Vertreter:innen linguistischer Institute der verschiedenen ukrainischen Universitäten und Hochschulen. Unser Dank gilt allem am Projekt Beteiligten sowie dem Verlag Frank & Timme für Druck und Produktion.
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