Abstract Kapitel G ZwIKSprache N. 8 (2025)

Traduite de l’Anglois de Gilbert Burnet und Attribue a Mr. de St. Evremond: Kommunikation über Wissen und Wissenschaft zwischen Frankreich, England und Deutschland im 18. Jahrhundert am Beispiel von Mscr.Dresd.k.276.g

Aus dem Band: Theoretische und praktische Zugänge zur Wissenschafts- und Fachkommunikation und innovative Ansätze zur Fremdsprachendidaktik: Festschrift für Ines-Andrea Busch-Lauer zum 65. Geburtstag.

Ralf Christoph    

DOI: https://doi.org/10.34806/9783946409120-g

 

Zusammenfassung:

Die französischsprachige Handschrift Mscr.Dresd.k.276.g der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden ist ein bisher noch unerforschter Zeuge des 18. Jahrhunderts. Die in ihr behandelten Inhalte von Glaubensfreiheit, der Existenz einer übermenschlichen Kraft und das Erkennen dieser Kraft im Alltag erfuhren im Zuge der Gründung von Akademien wie der Royal Society, der Académie royale des sciences und der Preußischen Akademie der Wissenschaften eine neue Wissenschaftlichkeit. Anhand einer philologisch-translatologischen Analyse der Handschrift zeigt sich einerseits, wie diese theologischen, philosophischen und politischen Themen zwischen Großbritannien, Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation nicht zuletzt anhand von Übersetzungen zirkulierten. Andererseits wird durch den medialen Austausch mittels Handschriften und Drucken deutlich, dass die Kommunikation über diese Themen auch außerhalb der Akademien standfand. Die vormaligen religiösen, weltlichen, sozialen oder regionalen Grenzen, die der Kommunikation über Wissen und Wissenschaft sowie ihrer Kommunikationsträger gesetzt wurden, verblassten im 18. Jahrhundert. Hiervon legt stellvertretend die Entstehung und Rezeption von Mscr.Dresd.k.276.g Zeugnis ab.

Schlagwörter: Manuskriptforschung, Wissenschaftsgeschichte, diachrone Linguistik, Translation

 

Abstract:

The French manuscript Mscr.Dresd.k.276.g reposited at Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden is a hitherto unexplored witness of the 18th century. It’s content, religious freedom, the question of an existence of a superhuman power and the recognition of this power in everyday life, experienced a new scientific significance after the foundation of academies such as the Royal Society, the Académie royale des sciences and the Preußische Akademie der Wissenschaften. A philological-translatory analysis of the manuscript demonstrates on the one hand, how these theological, philosophical and political topics circulated between Britain, France and the Holy Roman Empire of the German Nation, not least by means of translations. On the other hand, the medial exchange based on manuscripts and prints, makes it clear that communication on these topics also took place outside the academies. The former religious, secular, social or regional boundaries that were set for communication about knowledge and science, as well as for communicators, faded in the 18th century. The creation and reception of Mscr.Dresd.k.276.g bears witness to this.

Keywords: manuscript research, history of science, diachronic linguistics, translation

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Zitiervorschlag: 

Christoph, Ralf (2025): „Traduite de l’Anglois de Gilbert Burnet und Attribue a Mr. de St. Evremond: Kommunikation über Wissen und Wissenschaft zwischen Frankreich, England und Deutschland im 18. Jahrhundert am Beispiel von Mscr.Dresd.k.276.g“, in: Johnen, Thomas/ Rink-Neave, Thomas/ Wetzel, Emilia (eds.): Theoretische und praktische Zugänge zur Wissenschafts- und Fachkommunikation und innovative Ansätze zur Fremdsprachendidaktik: Festschrift für Ines-Andrea Busch-Lauer zum 65. Geburtstag.  Zwickau: Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation (ZwIKSprache; 8), 226-249. ISBN: 978-3-946409-12-0; DOI: https://doi.org/10.34806/9783946409120-g