Bürgerakademie

Unsere Veranstaltungen im Rahmen der Bürgerakademie stehen auch Interessenten aus Zwickau und der Region offen, die nicht an der Hochschule als Studierende eingeschrieben sind. Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist in der Regel nicht erforderlich. Eine Hörergebühr wird ebenfalls nicht erhoben.

 Ort: Campus Innenstadt, Schüler-Lab , Dr.-Friedrichs-Ring 1

Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr

Obwohl sich weite Teile der Bevölkerung in der Anerkennung und Verteidigung der Demokratie einig sind, sorgt das Thema Extremismus regelmäßig für heftige Kontroversen: Was heißt denn eigentlich extremistisch? Kann man Rechts- und Linkextremismus miteinander vergleichen? Und: Ist die AfD eine rechtsextreme Partei? Die Antworten auf diese Fragen gehen uns alle an. Denn wie wir extremistische Bestrebungen wahrnehmen und mit ihnen umgehen, prägt unsere Gesellschaft. Dabei stellt die Abgrenzung von Demokratie und Extremismus die wesentliche Grundlage für den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit antidemokratischen Phänomenen dar.

Gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Tom Thieme wollen wir angesichts konkreter Beispiele diskutieren: „Ist das schon Extremismus?“. Tom Thieme ist seit 2017 Professor für Gesellschaftspolitische Bildung an der Hochschule der Sächsischen Polizei. Er arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten zu den Themen Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus in Deutschland und Europa.

Prof. Dr. Thieme gibt aktuelle Einblicke in die Thematik und geht dabei auf Ideologien, Strategien und Aktionen ein. Schwerpunkt ist die Situation in Sachsen. Folgende Fragen werden geklärt: Welche Erscheinungsformen haben Extremisten heutzutage? Wie versuchen Sie demokratische Grundwerte zu unterlaufen? Welche Bewegungen gibt es, die als extremistisch eingestuft werden? Und was lässt sich gesellschaftlich und politisch gegen Extremismus tun? Anschließend gibt es genügend Raum für eine angeregte Diskussion.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes "Kontrovers vor Ort" in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau statt.

 Ort: Campus Innenstadt, Schüler-Lab , Dr.-Friedrichs-Ring 1

Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr

 „Punk zu sein an sich, war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“ erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im neuen Buch von Geralf Pochop Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR. 23 Frauen berichten in Interviews, Tagebüchern und eigenen Texten über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen – und über die bis heute spürbaren Folgen. Nur drei von ihnen wurden rehabilitiert, viele warten noch immer auf Anerkennung des erlittenen Unrechts. Pochop hat seine damaligen Weggefährtinnen ermutigt, sich mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit zu wagen, und damit die weibliche Seite der Punkbewegung in der DDR sichtbar zu machen.
Wir fragen: Wie reagierte die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen? Gab es eine geschlechtsspezifische Verfolgung? Was waren „Tripperburgen“? Und was erlebten Jugendliche in Gefängnissen und Jugendwerkhöfen der DDR?
Geralf Pochop war selber Punk. Er geriet als Hausbesetzer und Wehrdienstverweigerer in Konflikt mit der DDR-Staatsmacht. Nach mehreren Verhaftungen und sechs Monaten Haft reiste er 1989 in die Bundesrepublik aus. Heute forscht und schreibt er über die DDR-Vergangenheit, zuletzt in seinem autobiografischen Buch Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression (2019).

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes "Kontrovers vor Ort" in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau statt.

Ort: Campus Innenstadt, Schüler-Lab , Dr.-Friedrichs-Ring 1
Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr

Demokratien stehen weltweit unter Druck: Autoritäre Kräfte gewinnen an Einfluss, Freiheitsrechte werden abgebaut und Institutionen geschwächt. Warum verlieren so viele Menschen das Vertrauen in die Demokratie und die Idee der offenen und freien Gesellschaft? In der öffentlichen Debatte darüber bleibt ein zentraler Faktor oft unbeachtet: die Rolle des Geldes. Wissenschaftliche Erkenntnisse und historische Erfahrungen zeigen, dass die traditionelleGeldorganisation die Stabilität von Demokratien negativ beeinflusst. Finanzkrisen kehren wieder und erzeugen Unsicherheit, verschärfen Ungleichheit und stärken langfristig antidemokratische Kräfte. Aktuell erlebt unser Geldsystem durch die Digitale Revolution einen tiefgreifenden Umbruch. Dieser bietet der Zivilgesellschaft erstmals Möglichkeiten, die Organisation des Finanzsystems mitzugestalten. Bietet sich so eine Chance, rechtzeitig unser Geldsystem und die Demokratie zu stabilisieren? Und welche Rolle können dabei digitale Kryptowährungen, wie Bitcoin spielen? Der Abend wird Optionen und Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen, wie Bürgerinnen und Bürger die Zukunft des Geldsystems demokratisch mitgestalten können. Denn ob Bitcoin, Digitaler Euro, PayPal oder Wero – wer sich nicht informiert und einbringt, überlässt die Entscheidungen anderen. In Zeiten wirtschaftlichen Drucks ist diese Auseinandersetzung wichtiger denn je. Friedemann Brenneis beschäftigt sich als freier Journalist seit mehr als zehn Jahren mit der Digitalisierung des Geldes und den damit verbundenen gesellschaftlichen Reibungspunkten. Über seine Recherchen berichtet er u.a. im Deutschlandradio, bei Spiegel und Zeit, in Wirtschafts- und Tech-Magazinen sowie in Workshops und Vorträgen.

Studium generale / Bürgerakademie
Prorektorin Bildung
Prof. Dr. Anke Häber
studiumgenerale[at]whz.de


Kerstin Oeser
Sekretariat
kerstin.oeser[at]whz.de
+49 (0) 375 536 1021