Bürgerakademie
Unsere Veranstaltungen im Rahmen der Bürgerakademie stehen auch Interessenten aus Zwickau und der Region offen, die nicht an der Hochschule als Studierende eingeschrieben sind. Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist in der Regel nicht erforderlich. Eine Hörergebühr wird ebenfalls nicht erhoben.
06.10.2026: Tacheles reden! Ein Vortrags- und Gesprächsabend zu jüdischem Leben und jüdischen Festen – zum Mitdenken und Nachfragen
Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Campus Innenstadt, Schüler-Lab , Dr.-Friedrichs-Ring 1
Wir leben im Jahr 2026, gehen montags zur Arbeit (und manche sonntags in die Kirche), essen Schnitzel und Cheeseburger, genießen unser Feierabendbier, feiern Silvester, Ostern und Weihnachten, vielleicht auch Jugendweihe oder Konfirmation, legen Blumen aufs Grab und werfen Brautsträuße, lesen Deutsch und schrieben von links nach rechts …
Warum leben wir so und nicht mal anders? Wie beispielsweise im Judentum? Was bedeutet es heute, im Jahr der Welt 5786/87, jüdisch zu leben und jüdisch zu feiern? Schon mal gehört von koscher und Kippa, Schabbat und Schiv'a, Bat Mitzwa und Masel tov, „Guten Rutsch“ und Tacheles?
Wechseln Sie die Perspektive und werfen einen Blick auf das vermeintlich „Eigene“ bzw. „Andere“. Erfahren Sie mehr zu Pessach, Chanukka, Sukkot, Tscholent und Kiddusch, Beit Olam und Synagoge, Tora und Tallit. Fassen Sie an, probieren und verkosten Sie. Und erhalten Sie Hinweise, wo sich einst und heute Orte jüdischen Lebens in Ihrer Region finden lassen.
Johannes Schwarz studierte Geschichte, Jüdische Studien und Israelwissenschaften in Heidelberg, Leipzig, Berlin (HU), Potsdam und Jerusalem. Seit 2001 ist er u.a. als freiberuflicher Vermittler im Bereich Bildung am Jüdischen Museum Berlin tätig.
Die Veranstaltungsreihe ist Teil unserer Angebote im Rahmen von TACHELES 2026, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes "Kontrovers vor Ort" in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau statt.
16.11.2026: #TALKING RECHTSSTAAT – Warum ein funktionierender Rechtsstaat uns alle angeht
Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Campus Innenstadt, Schüler-Lab , Dr.-Friedrichs-Ring 1
Referentin: Prof. Constanze Geiert, Staatsministerin der Justiz
Ein funktionierender Rechtsstaat ist die unsichtbare Garantie für unsere Grundrechte und Sicherheit im Alltag. Doch dahinter verbirgt sich nicht nur ein bloßes, unüberschaubares Sammelsurium an Paragrafen. Vielmehr sind Recht und Rechtsstaat essentielle Bestandteile unserer Demokratie. Erst ein funktionierender Rechtstaats ermöglicht uns, Konflikte zu vermeiden oder unser Leben frei zu gestalten. Recht wird zudem von Menschen gemacht und angewendet und ist daher auf einen lebendigen Dialog miteinander angewiesen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht daher, wie die Justiz arbeitet und vor welchen Herausforderungen sie dabei in einer digitalisierten und beschleunigten Welt steht. Beleuchtet wird, warum Staatsanwaltschaften und Gerichte als Schutzschild für den Bürger fungieren und was das Fundament eines stabilen Rechtsstaats bildet – nämlich eine unabhängige und starke Justiz, die die Einhaltung von Gesetzen überwacht, Grundrechte sichert und die Exekutive kontrolliert. Vertrauen in die Justiz bedeutet daher letztlich Vertrauen in die Stabilität unseres Zusammenlebens.
27.11.2026: Bleiben? Verändern? Aufbrechen?- Politisches Kurzfilmprogramm
Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Campus Innenstadt, Schüler-Lab , Dr.-Friedrichs-Ring 1
Das diesjährige Kurzfilmprogramm des Projektes film.land.sachsen und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung widmet sich den Herausforderungen junger – und jung gebliebener – Menschen. In einem spannungsvollen Feld zwischen Tradition und Moderne, familiärer Liebe und dem Drang nach Freiheit entfaltet sich das Leben der Protagonistinnen und Protagonisten. Es ist eine Suche nach dem eigenen Weg: Sie kämpfen für ihre Träume, setzen Zeichen gegen Ausgrenzung und nehmen das Publikum mit auf eine Suche nach neuen Definitionen und Antworten.
Die fünf internationalen Kurzfilme bewegen und fordern heraus, ohne einfache Lösungen dem Publikum zu diktieren. „Bleiben“ taucht in die Gefühlswelt von Duc ein, der seinen Platz innerhalb der Mehrheitsgesellschaft behaupten will. „Křižerki“ zeigt Johanna, die behutsam an den Grundfesten einer alten sorbischen Tradition rüttelt, in der das Osterreiten bislang Männern vorbehalten blieb. Während „Ties“ den schmerzhaften Prozess der Abnabelung und des Loslassens verbildlicht, widmet sich „Magnolie“ dem Altwerden und der Sehnsucht nach vergangenen Momenten. Und schließlich zieht „Masel Tov Cocktail“ das Tempo an: In einem rasanten Sprint durch den Alltag muss Dimitrij erfahren, wie er als Jude zu sein hat.
Ein Programm voller Mut, das zum Nachdenken anregt und den Blick für das Unangepasste schärft.
Programm:
Magnolie
Regie: Doria Nollez | 5 min | Fiktion | Deutschland | 2025
Bleiben
Regie: Christian Tung Anh Nopper | 7 min | Dokumentarfilm | 2023
Křižerki (Osterreiterinnen)
Regie: Sophia Ziesch | 25 min | Dokumentarfilm | Deutschland 2022
Ties
Regie: Dina Velikovskaya | 7 min | Animationsfilm | Deutschland, Russland | 2019
Masel Tov Cocktail
Regie: Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch | 31 min | Spielfilm | Deutschland 2020
Studium generale / Bürgerakademie
Prorektorin Bildung
Prof. Dr. Anke Häber
studiumgenerale[at]whz.de
Kerstin Oeser
Sekretariat
kerstin.oeser[at]whz.de
+49 (0) 375 536 1021