Fragen rund um den Studienschwerpunkt Sozialmanagement

Video Thumbnail

Studieninhalte

4. Semester

  • Einführung in die Sozialwirtschaft: Kennenlernen grundlegender Strukturen und Organisationen im sozialen Bereich.
  • Personal-, Qualitäts- & Ressourcenmanagement: Umsetzen von Strategien für Führung und Qualität in Sozialeinrichtungen.
  • Handlungsfelder des Sozialmanagements: Analysieren von zentralen Aufgaben und Herausforderungen des Berufsalltags in den verschiedenen sozialen Bereichen.

5. Semester (in der Regel verbunden mit Praxisprojekten)

  • Management sozialer Innovationen: Entwickeln neuer Ideen für soziale Projekte und Dienstleistungsangebote. 
  • Sozial- und Wirtschaftspsychologie: Untersuchen psychologischer Einflüsse auf wirtschaftliches Handeln im sozialen Kontext. 
  • Handlungsfelder des Bildungsmanagements: Analysieren von Aufgaben im Human Resource Management-Bereich (speziell Bildung/Entwicklung) in Überschneidung mit der Sozialwirtschaft 

6. Semester

  • Praktikum: Anwenden des Gelernten in der Praxis (12 Wochen).
  • Bachelorprojekt: Realisieren eines eigenen Projektes in der Praxis zum Studienabschluss (9 Wochen). 

Anwendungsbezug und enge Verknüpfung der Module und Prüfungsleistungen

Du arbeitest viel anwendungsbezogen. Also nicht nur Theorie, sondern richtig praxisnah! Schau Dir gern einmal die Praxisprojekte der letzten Jahre an! Es geht nicht nur darum, theoretisches Wissen auswendig zu lernen, sondern vielmehr darum, es direkt anzuwenden. Unsere Professorin Frau Enger legt großen Wert darauf, dass wir mitdenken, mitreden und selbst Lösungen entwickeln. 

Durch den starken Praxisbezug macht das Arbeiten nicht nur Spaß, sondern du wirst schnell merken, dass sich die Aufgaben leicht bewältigen lassen – Schritt für Schritt hin zu deinem eigenen greifbaren und prüfungsrelevanten Ergebnis. 

Praxisprojekt mit den Caritas Verbänden Chemnitz, Vogtland und Zwickau sowie dem Alter Gasometer in Zwickau (2026)

Im WiSe 2026/2027 arbeiten wir in Praxisprojekten mit Partnern aus Zwickau und der Region zusammen. Jedes Projekt hat einen anderen Schwerpunkt und am Ende steht jeweils ein konkretes Ergebnis.

Caritas vor Ort: Die Caritas ist in Chemnitz, im Vogtland und in Zwickau mit vielen Diensten vertreten, von der Beratung bis zur Seniorenarbeit. Doch wie wirken diese Standorte auf Menschen, die zum ersten Mal Hilfe suchen? Genau das untersuchen wir. Mit einem selbst entwickelten Bewertungsraster besuchen wir die Standorte vor Ort, dokumentieren mit Kamera und Notizen, wie gut Angebote erkennbar und auffindbar sind und prüfen, ob die Ansprache zu den jeweiligen Zielgruppen passt. Daraus entwickeln wir konkrete Empfehlungen, die sich direkt umsetzen lassen.

Menschen und Projekte medial sichtbar machen: Ehrenamt lebt von Menschen und ihren Geschichten. Gemeinsam mit der Caritas Zwickau produzieren wir Medienbeiträge, als Podcast oder Kurzvideo: über „Die Lachfalten Zwickau“, die u. a. mit ihren Plauderbänken gegen Einsamkeit arbeiten, über das Patenschaftsprojekt „Menschen stärken Menschen“ und über den Hospizdienst „Elisa“. Wir entwickeln die Konzepte, führen die Interviews mit Ehrenamtlichen, übernehmen Aufnahme und Schnitt und werten nach jedem Beitrag aus, was wir beim nächsten besser machen können. So entstehen authentische Beiträge, die zeigen, warum sich Engagement lohnt.

Jugendbeirat der Stadt Zwickau: Der Jugendbeirat gibt jungen Menschen in Zwickau eine Stimme. Bei der letzten Wahl gaben jedoch nur wenige Jugendliche ihre Stimme ab. In Zusammenarbeit mit dem Alter Gasometer e. V. gehen wir den Ursachen auf den Grund. Wir befragen Jugendliche, sprechen mit Mitgliedern des Jugendbeirats und untersuchen, was die Vorhaben der vergangenen Amtszeit tatsächlich bewirkt haben. Aus den Ergebnissen entwickeln wir Maßnahmen, die den Jugendbeirat bekannter machen und mehr junge Menschen zum Mitmachen und Wählen bewegen.

Hinter allen drei Projekten stehen Kernaufgaben der Unternehmensführung. Wir analysieren Zielgruppen, entwickeln Kommunikationsmaßnahmen, legen messbare Kriterien für Erfolg und Wirkung fest und leiten daraus Empfehlungen ab, bei denen Nutzen, Aufwand und Umsetzbarkeit gegeneinander abgewogen werden. So wenden wir Marketing, Controlling und Projekt- und Personalmanagement unter realen Bedingungen an und lernen, aus Analysen Entscheidungen für eine Organisation abzuleiten.

Alter Gasometer e.V. Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e.V. Caritasverband Vogtland e.V. Caritasverband Dekanat Zwickau e.V.

Praxisprojekt mit dem DRK Kreisverband Zwickau - Angebotsstrukturen (2025)

2025 arbeiteten wir in einem Kooperationsprojekt mit dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Zwickau zusammen. Das DRK ist in der Stadt und im Landkreis Zwickau mit vielen sozialen Angeboten aktiv: von der Kinderbetreuung über den Rettungsdienst bis hin zur Seniorenbetreuung. Viele soziale Verbände existieren seit vielen Jahren. Doch gerade deshalb ist es wichtig, bestehende Angebote immer wieder neu zu denken und auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. Genau hier setzte unser Projekt an. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Vorstand des DRK Zwickau sowie weiteren Kreisverbänden entwickelten wir ein neues Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche. Dabei gewannen wir nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis, sondern gestalteten aktiv mit. 

DRK Kreisverband Zwickau e.V.

Praxisprojekt mit der Diakonie Westsachsen - Fundraising (2024)

2024 zeigten wir, wie kreativ und engagiert wir soziale Projekte gestalten können. In Fundraising-Kampagnen setzten wir Ideen um – etwa die Finanzierung neuer Trikots für die Paralympics-Mannschaft, ein neues Therapiegerät für die Frühförderung oder eine Soundanlage für einen Jugendtreff. Andere Teams widmeten sich übergreifenden Themen wie Kommunikationsstrategien oder Finanzierungsmodellen. Dabei konnte jeder selbst entscheiden, in welchem Bereich er sich einbringen und weiterentwickeln wollte – ob im Kommunikationsmarketing, im Personalmanagement oder im Projektmanagement. So entstand eine bunte Mischung aus Projekten, Ideen und Engagement – mit sichtbaren Ergebnissen und wertvollen Erfahrungen für alle Beteiligten.

Diakonie Westsachsen Stiftung 

 

 

Praxisprojekt mit der Stadt Zwickau - Kleine Größe, große Wirkung (2023)

Im Jahr 2023 arbeiteten wir gemeinsam mit der Stabsstelle Kommunale Prävention der Stadtverwaltung Zwickau an der spannenden Frage: Wie sicher fühlen sich die Menschen in Zwickau? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir Bedarfe ermittelt, ein Konzept entwickelt und schließlich eine regionale Kampagne umgesetzt. Besonders interessant war dabei die enge Zusammenarbeit mit einer bestehenden Arbeitsgruppe der Stadt Zwickau, in der viele Netzwerkpartner vertreten waren – darunter die Polizei, der ÖPNV Zwickau, das Jugendamt und viele verschiedene soziale Träger. So konnten wir nicht nur theoretisches Wissen praktisch anwenden, sondern auch hautnah erleben, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert.

Stadt Zwickau 

Praxisprojekt mit der Caritas Zwickau: PatenSCHAFT - Menschen stärken Menschen

Ein weiteres Projekt sind die Chancenpatenschaften - ein Ehrenamtsprojekt, das Menschen im Alltag unterstützt, z. B. beim Deutschlernen, beim Jobeinstieg oder allgemein im Alltag. Ziel ist es, passende Patenschaften zu finden und für das Ehrenamt zu begeistern. Besonders spannend für alle mit Interesse am HRM und Marketing.

Unabhängig von diesem Projekt ist der Caritasverband Zwickau seit vielen Jahren ein Praxispartner von Frau Enger - und für Studierende ein echtes Sprungbrett. Einige absolvierten dort ihr Praktikum, manche arbeiteten als Werkstudent, schrieben ihre Bachelorarbeit oder fanden sogar direkt den Einstieg ins Berufsleben.

Caritasverband Dekanat Zwickau e.V. 

 

 

Die Sozialbranche als Arbeitgeber

Viele soziale Angebote muss der Staat zwingend gewährleisten und finanzieren. Darauf haben die Menschen einen gesetzlichen Anspruch. Für die Umsetzung betraut er soziale Träger in der Region, wie bspw. die Diakonie, die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das DRK und viele, viele Träger mehr. Diese Vielfalt ist ausdrücklich gewollt, damit die Menschen selbst entscheiden können, wo und von dem sie betreut werden möchten. So entsteht eine lebendige Trägerlandschaft, die die Sozialwirtschaft prägt – anders als etwa die zunehmend zentralisierte Krankenhausversorgung mit oftmals nur einem Anbieter pro Region. 

Einige soziale Träger sind hoch spezialisiert, andere bieten ein breites Leistungsspektrum an – wie zum Beispiel die Diakonie Zwickau mit über 1.600 Mitarbeitenden, einem der größten sozialen Arbeitgeber im Landkreis.

Für Studierende des Studienschwerpunktes Sozialmanagement ergeben sich daraus zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten: über Werkstudententätigkeiten, Praktika oder Abschlussarbeiten, die oft durch Frau Enger vermittelt werden. 

Vom Studium in die Praxis (eine kleine Auswahl)

  • Georgina verknüpfte HRM und Sozialmanagement. Schon während ihres Studiums war sie als Werkstudentin im Personalbereich und schrieb bei Frau Enger ihre Abschlussarbeit zum Thema: "Digital Human Resources". Einem Thema, welches sie sich aus dem Modul zum Bildungsmanagement mitnahm. Sie blieb dem Personalbereich treu, wenn auch nicht im Sozialwesen. Dies zeigt aber, dass man mit dem Studienabschluss nicht zwingend an eine Branche gebunden ist.  
  • Lisa schrieb ihre Abschlussarbeit bei einem sozialen Träger zum Thema "Möglichkeiten einer betrieblichen Gesundheitsförderung" und entschied sich nach ihrem Bachelorabschluss für den Master Wirtschaftspädagogik an der TU Chemnitz. Sie möchte gern in den Bildungsbereich. 
  • Judith verband Sozialmanagement mit Unternehmensführung und schrieb auch ihre Abschlussarbeit bei einem regionalen sozialen Träger, zum Thema: "Personalauswahlverfahren". Im Anschluss ging sie zu einem internationalen Konzern in den Bereich Personalwesen und Weiterbildung, wo sie zwischenzeitlich auch wechselte und nun Trainingsprogramme für Führungskräfte entwickelt. 
  • Jessica lernte durch das Kooperationsprojekt mit der Stadtverwaltung Zwickau 2023 die Projektkoordinatorin bei der Stadt Zwickau kennen, absolvierte dort auch ihr Praktikum und schrieb ihre Abschlussarbeit. Nach Studienabschluss hatte sie zwei Jobangebote: ein Angebot bei der Stadt Zwickau und ein Angebot bei einem Beratungsunternehmen der Volksbank Chemnitz. Dort betreut sie aktuell verschiedenste soziale Träger bei der Fördermittelbeschaffung. 
  • Lukas I hat eine Affinität zu Finanzen und wusste zum Zeitpunkt seiner Studienschwerpunktwahl nicht, welchen sozialen Bereich er wählen sollte. Damit ihm seine Entscheidung leichter fällt, erhielt er die Möglichkeit, über Frau Enger in einem regionalen Krankenhaus im Controlling und Steuern als Werkstudent zu arbeiten, wo er auch seine Abschlussarbeit schrieb. Danach wusste er, dass er dem Thema Steuern treu bleiben will und dies in Richtung Steuerberatung. 
  • Lukas II (wir hatten zwei in einem Semester ;-) ist ein kreativer Typ. Über das Diakonieprojekt schloss er bei der Diakonie sein Praktikum und seine Bachelorarbeit an. Er lernte dort viele Ansprechpartner weiterer Träger kennen und so wurde auch ihm nach Studienabschluss gleich ein Job angeboten, in welchem er kreativ soziale Projekte und Veranstaltungen planen und umsetzen kann.  
  • Charlotte entschied sich schon ganz bewusst bei ihrer Studienwahl für Sozialmanagement. Mit einer Empfehlung von Frau Enger in der Tasche wurde sie Werkstudentin, Praktikantin und Bachelorandin bei einem großen Träger und fand dort auch direkt ihren Berufseinstieg im Bereich der Geschäftsführung.
  • Benedict ging es ähnlich wie Charlotte. Durch das Diakonieprojekt fing er Feuer für das Projektmanagement im sozialen Bereich. Er erhielt durch Frau Enger die Möglichkeit, bei einem anderen Träger als Werkstudent zu arbeiten, wo er auch sein Praktikum absolvierte und seine Abschlussarbeit zum Thema: "Digitale Arbeitszeiterfassung" schrieb. Sein Wunsch wurde wahr, dort zu bleiben. Auch ihm wurde einen Tag nach seinem erfolgreichen Kolloquium und Studienabschluss ein Arbeitsvertrag als Assistent der Geschäftsführung für strategische Fragen angeboten. 
  • Vivien erhielt ebenso schon während ihres Studiums die Möglichkeit, bei einem Pflegedienst zu arbeiten. Sie half im kaufmännischen Bereich, indem sie Lohnabrechnungen durchführte, DATEV pflegte, Abrechnungen durchführte und für die Pflegedienstleistung Patientenaufnahmen einpflegte oder auch Leistungsnachweise kontrollierte. Sie wollte gern im kaufmännischen Bereich bleiben und gern auch bei dem Arbeitgeber - ein Wunsch, der sich auch für sie nach ihrem Studienabschluss unmittelbar erfüllte. 


Kontakt

Prof. Dr. Cornelia M. Enger, MBA Profilseite
Professorin für ABWL, insbesondere Sozialmanagement
cornelia.enger@whz.de
Tel. +49 375 536 3234

Besucheradresse:
Campus Eckersbach
Haus 5, Raum 5318
Scheffelstraße 39, 08066 Zwickau